Nach einer sehr stürmischen Nacht und einem kleinen
Frühstück lag mein Etappenziel in 24 km Entfernung am Passo
Tanarello. Der Weg bis dorthin ist sehr schön. Lange ging es durch
dichte Kiefernwälder die intensiv duften, vorbei an Ziegenherden.
Allerdings sind die zahlreichen Hirtenhunde für einen Wanderer
nicht so ungefährlich, ein ruhiges und besonnenes Auftreten ist
hier empfohlen. Um 16.00 Uhr war ich fast am Ziel. Zu dem Endpunkt ging
es noch ein paar ordentliche Kehren empor. Der Ausblick oben am Ziel
entschädigt für so manchen Schweißtropfen, zum einen
kann man das ligurische Meer und zum anderen im Tal den Ort La Brigue
sehen.
Aus meinem Vorhaben hier mein Zelt auf zu bauen wurde dann aber leider
doch nichts, zu viele Schafherden und deren Fäkalien. So startete
ich dann um 19.00 Uhr schon die Tour für Morgen. Ich ging noch
gute 6 km, bis ungefähr zum Passo di Collardente. Im Schutz der
Dunkelheit baute ich dann mein Zelt auf.
Schon ab 06.00 Uhr war ich wieder auf den Beinen und ging bis zum Bassa
di Sanson. An der folgenden Kreuzung verließ ich dann die Monti
Liguri und mein Weg führte mich in westliche Richtung talwärts.
Die Route durch die französischen Wälder in Richtung Col du
Pinet, ist einer der Schönsten auf der gesamten Tour. Über
Vallon du Pre ging es nach La Brigue. Dort angekommen brauchte ich aber
eine längere Pause, 13 km bergab gehen hatte meinen Füßen
ganz schön zugesetzt. Der folgende Weg führte mich über
S. Dalmas de Tende nach Tende. Dort gibt es einen sehr sauberen und
günstigen Campingplatz, den man ohne Bedenken weiter empfehlen
kann.
Die nächsten Tage meines Urlaubes blieb ich auf dem Campingplatz
und unternahm Tagestouren in die nähere Bergwelt. Mein Abschluss
bildeten noch Abstecher nach Nice und Monaco.
Schlusswort:
Die Monti Liguri fasziniert, beeindruckt und zieht einen in ihren Bann.
Trotzdem ist sie auch in unserer heutigen Zeit gefährlich und man
sollte sie und das Wetter in den Bergen nie unterschätzen. Mir,
der sonst mit dem Off Road Fahrzeug unterwegs ist, hat diese Trekking-Tour
sehr viele neue Erfahrungen gebracht. Mein größtes Problem
war die Wasserversorgung, welche ich im Hochsommer für einfacher
gehalten hätte. Ich werde aber bestimmt wiederkehren und die Monti
Liguri noch einmal mit dem Fahrzeug befahren.
Information zur Lingurischen Grenzkammstraße findet man beim:
GROSSER ALPEN STRASSEN FÜHRER vom Herrn Denzel
dessen Buch auch als Vorlage für diese Tour dient.
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